Insel Hiddensee

360°

Hausmarken der Fischer von Hiddensee

Eine Hausmarke (auch Hauszeichen) ist ein Eigentumszeichen, das außen an Haus, Gebäuden und Gegenständen angebracht ist. Ursprünglich handelt es sich um den Steinmetzzeichen verwandte einfache graphische Ritzsymbole, die sich bis in vorheraldische und vorgeschichtliche Zeit zurückverfolgen lassen. Hausmarken zeigen die eindeutige Familienzuordnung. Zunächst als Besitz- bzw. Eigentumskennzeichen verwendet, wurden sie innerhalb der jeweiligen Familie weitergegeben und bekamen Symbolcharakter dieser Familie bzw. Sippe. Diese Hausmarken galten für ein ganzes Haus. Das Symbol war auch ohne Lesen zu können erkennbar. Die einzelnen Personen, die dem Haus angehören, personalisieren diese Hausmarke mit einem kleinen Zusatz. Verwendet wurden Hausmarken als Eigentumszeichen (Hofmarken) an beweglichem und unbeweglichem Gerät in Haus und Hof. Sie waren besonders bei Fischern notwendig, um Reusen, Netze und anderes Zubehör zu kennzeichnen, das oft gemeinschaftlich genutzt wurde. Auf Hiddensee hatten die Hausmarken noch 1976 juristischen Charakter. Die Hausmarken hatten und haben überwiegend lineare Formen und auch besondere Bezeichnungen z.B. „Spadn“ (Spaten) oder „Hahnenfaut mit´n Knäwel“ (Hahnenfuß mit einem Knebel). Hausmarken sind hier nicht personengebunden, sondern wie der Name besagt hausgebunden, auch bei Verkauf an Fremde oder Vererbung an Seitenlinien blieben sie bestehen und rechtswirksam. Manchmal ritzte der neue Besitzer einen Zusatzstrich in das Zeichen.

 

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