Insel Hiddensee

Bessin

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Der Bessin ist eine (Doppel)-Halbinsel im Nordosten der Insel Hiddensee. Die Halbinsel ist fest mit der nordöstlichsten Spitze von Hiddensee verbunden.

 

Sie entstand im Laufe der letzten Jahrhunderte durch Sedimentabtragungen am Dornbusch, die sich auf der strömungsabgewandten Leeseite der Insel Hiddensee Richtung Süden wieder anlagerten. So entstand die Landzunge Altbessin bereits ab 1500, während der Neubessin erst ab 1890 entstand.

 

Beide Sandhaken sind jeweils gut drei Kilometer lang und nur wenige hundert Meter breit. Sie sind nur einige Meter über dem Meeresspiegel hoch und bestehen aus teilweise mit Buschwerk bestandenen Sandablagerungen und sehr flachen Uferwiesen. Ihnen vorgelagert sind einige kleine unbewohnte Inseln, darunter die Insel Plathe.

 

Der Bessin ist unbewohnt und gehört sowohl zu einem Naturschutzgebiet als auch zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Das Betreten der Brutstätten zahlreicher See- und Zugvögel ist daher grundsätzlich nicht gestattet.

 

Der Bessin lässt sich in zwei Bereiche gliedern:

 

Der Altbessin ist für Besucher auf einem Weg bis zur Südspitze mit einem Beobachtungsturm begehbar.

 

Der Neubessin (auch Jungbessin oder Nordosthaken) ist größtenteils Kernzone des Nationalparks und darf nicht betreten werden, allerdings ist davon der nördliche Teil ausgenommen, auf dessen Strand man vom Enddorn aus etwa 1,2 Kilometer bis zu einem Holzzaun gehen kann.

Während der Neubessin dicht mit Sträuchern bewachsen ist, wurde auf dem Altbessin das meiste Land durch die Beweidung (Schafe, früher auch Rinder) offen gehalten. An die Beweidung erinnern noch mehrere weit verstreute alte Weißdorne mit kahlgefressenen Stämmen. Auch die Griebener Weide erinnert daran, dass Rinder von Grieben aus über das Flachwasser der Griebener Bucht getrieben wurden. Auf dem Altbessin hat sich dadurch ein wertvoller Trockenrasen gebildet, welcher aber zunehmend mit Rosen und Sanddorn verbuscht. Der Ursprung des Altbessins liegt weniger an der Bildung von Sandhaken, als der von Sandbänken. Diese sind schon auf einer Karte aus dem 16. Jahrhundert verzeichnet und wuchsen erst später mit Hiddensee zusammen, teils durch Sandhaken, teils durch Verlandung (Verschilfung). Einige Sandbänke sind noch heute zu erkennen, wie zum Beispiel die größte, die direkt südöstlich von Grieben liegt. Hier ist die ehemalige Sandfläche mit Elementen aus Trockenrasen und Salzwiese bewachsen, die späteren Verlandungszonen allerdings mit Seggen und Schilf. Der Südspitze des Altbessins westlich vorgelagert ist die überwiegend mit Seggen bewachsene Tedingsinsel. Diese entstand zusammen mit dem Altbessin um das Jahr 1800. Während der die Insel abtrennende Wasserarm im Norden noch relativ breit ist, hat sich dessen Breite am Südende der Tedingsinsel durch Verlandung bis auf etwa 0,5 bis 1 Meter verkleinert. An der Verbindungsstelle beider Bessine ziehen sich von Nord nach Süd mehrere heute verschilfte Strandseen hin. Auf einem Weg zwischen dem Eingangstor am Altbessin und dem Neubessin-Strand lässt sich das Gelände der alten Riegen und Strandwälle gut erkunden. Der Neubessin besitzt Salzwiesen und Röhricht, sowie Gebüsche aus Sanddorn, Holunder und Schlehe, jedoch wegen fehlender Beweidung keinen Trockenrasen. nordöstlich der Südspitze befindet sich ein nur teilweise mit Primärvegetation bewachsener Sandhaken. Sein Ursprung liegt in strömungsparallelen Sandanlagerungen, nur teilweise in Sandbänken.

Südlich des Bessins schließt sich ein noch zwei Kilometer weit reichendes Windwatt mit zahlreichen kleinen, unbewachsenen Inseln an, die sogenannte Bessinsche Schaar. Sie fällt bei Niedrigwasser – wie die südlich des Gellens befindliche Schaar – gelegentlich trocken.

An der Südspitze des Altbessins gelegen ist ein etwa 4 Meter hoher Beobachtungsturm, von dem aus man einen großen Teil der Sandbänke und Sandhaken des Neubessins überblicken kann. Auf dem Neubessin (670 Meter nördlich von der Südspitze) befindet sich eine kleine Holzhütte, die im Sommerhalbjahr vom Vogelwart bewohnt wird.

 

 

quelle: http://de.wikipedia.org

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