Insel

Hiddensee

Hiddensee ist ein wahres Paradies für Wanderer – vor allem, weil die Insel autofrei ist. Die Stille wird hier höchstens durch das Rauschen der Wellen oder das Klappern von Pferdekutschen unterbrochen.

 

Top-Ziele

 

Der Dornbusch (Norden): Das hügelige Hochland bietet die spektakulärsten Aussichten. Vom Leuchtturm aus kannst du bei klarer Sicht sogar die dänische Insel Møn sehen. Der Hochuferweg führt dich direkt an der Abbruchkante entlang.

 

Die Dünenheide: Zwischen Vitte und Neuendorf erstreckt sich eine weite Heidelandschaft. Besonders im Spätsommer (Juli bis September) verwandelt sich das Gebiet in ein violettes Blütenmeer.

 

Der Gellen (Süden): Der südliche Teil der Insel ist ein bedeutendes Vogelschutzgebiet. Hier ist das Wandern nur auf markierten Wegen erlaubt, aber die Ruhe und der Blick zum Süderleuchtturm sind einmalig.

 

Wichtige Hinweise für deine Planung

 

Anreise: Die Fähren starten meist in Schaprode (Rügen) oder Stralsund. Für Wanderer empfiehlt sich oft, in einem Ort (z.B. Kloster) anzukommen und von einem anderen (z.B. Vitte) wieder abzufahren.

 

Ausrüstung: Da die Wege oft aus Sand oder naturbelassenen Pfaden bestehen, ist festes Schuhwerk ratsam. Windschutz ist auf der Insel Pflicht – das Wetter kann schnell umschlagen.

 

Hunde & Naturschutz: Da fast die gesamte Insel zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gehört, herrscht strikte Anleinpflicht.

 

Verpflegung: In den Orten Kloster, Vitte und Neuendorf gibt es viele Cafés. Wer dazwischen wandert, sollte unbedingt Wasser und einen Snack einpacken.

 

Pro-Tipp: Wenn du die Insel in ihrer reinsten Form erleben willst, besuche sie im November oder März. Es ist zwar rau, aber du hast die Wanderwege fast für dich allein.

 

Wanderrouten im Detail

 

Route A: Die "Abenteuerliche" (Kliff-Umrundung)

 

Start/Ziel: Kloster oder Grieben.

Verlauf: Von Grieben aus Richtung Norden zum Enddorn. Dort steigen Sie zum Ufersaum ab und umrunden die Nordspitze unterhalb der Steilküste.

 

Erlebnis: Sie wandern direkt auf dem Geröll und zwischen den abgestürzten Lehmkegeln. Hier spürt man die Dynamik der Erosion hautnah.

Dauer: ca. 1,5 – 2 Stunden (reine Uferzeit). Wichtig: Nur bei Niedrigwasser und wenig Wind zu empfehlen!

 

Route B: Die "Naturkundliche" (Altbessin)

 

Start/Ziel: Grieben (am Nationalpark-Eingangstor).

Verlauf: Ein befestigter Wanderweg führt Sie schnurgerade ca. 3 km nach Süden durch den Altbessin.

Erlebnis: Links und rechts sehen Sie die weiten Trockenrasen und die knorrigen Weißdorne. Am Ende erreichen Sie den Beobachtungsturm. Von dort blicken Sie über die Tedingsinsel und das Windwatt.

Dauer: ca. 1 Stunde (einfacher Weg).

 

Route C: Die "Einsame" (Neubessin-Strand)

 

Start/Ziel: Enddorn.

Verlauf: Am Enddorn biegen Sie nicht nach Westen (Kliff), sondern nach Osten auf den Neubessin ab.

Erlebnis: Sie gehen ca. 1,2 km am naturbelassenen Strand entlang. Hier gibt es oft angeschwemmtes Treibholz und absolute Stille. Ein Zaun markiert das Ende – dahinter regiert die Kernzone des Nationalparks.

• Dauer: ca. 45 Minuten (hin und zurück).

 

Dein "Hiddensee-Check"

 

Fernglas: Ein Muss für den Turm am Altbessin (Seeadler!).

Windschutz: Am Enddorn pfeift der Wind oft kräftig.

Wasser: Auf dem Bessin gibt es keine Kioske oder Gastronomie – nimm dir eine Flasche Wasser mit.

 

Tipps für deine Wandertour: Die schönsten Wanderrouten

Route I Distanz I Dauer Highlight

 

Dornbusch-Runde: ca. 8–10 km 2,5–3 h Leuchtturm Dornbusch & Steilküste

Dünenheide-Weg:   ca. 6–8 km 2 h Blühende Heide (Aug/Sept) & Sandwege

Süderleuchtturm:   ca. 12 km 3–4 h Einsamkeit im Süden (ab Neuendorf)

Inselquerung:          ca. 18 km 4,5–5 h Einmal von Nord (Grieben) nach Süd

 

 

© I  Insel Hiddensee 360  I  Lars Arnold Photography