Ilse Ebel (1912–2007) war eine legendäre Persönlichkeit auf Hiddensee und ist als die „Inselfotografin“ in die Geschichte der Insel eingegangen. Über Jahrzehnte hinweg hielt sie das besondere Licht, die raue Landschaft und die Menschen der Ostseeinsel fest und wurde selbst zu einem Wahrzeichen.
Leben und Wirken
Ankunft auf der Insel: Erstmals kam sie 1924 nach Hiddensee, als ihre Eltern (die ein Fotogeschäft in Neuruppin führten) eine Filiale in Vitte eröffneten.
Die Fotografenmeisterin: Ilse übernahm später den Betrieb und legte 1942 ihre Meisterprüfung ab. Über 40 Jahre lang betrieb sie ihr „Altes Photohaus“ in Vitte.
Künstlerisches Vermächtnis: Ihre Schwarz-Weiß-Aufnahmen gelten heute als wichtigstes visuelles Gedächtnis der Insel. Sie dokumentierte den Alltag der Fischer ebenso wie die berühmten Kurgäste.
Persönlichkeit: Sie galt als eigenwillige, aber herzliche Zeitzeugin. Zu ihrem Bekanntenkreis gehörte unter anderem die berühmte Ausdruckstänzerin Gret Palucca.
Warum sie unvergessen bleibt
Ilse Ebel war mehr als nur eine Geschäftsfrau; sie war die Chronistin einer schwindenden Welt. In einer Ära, in der Hiddensee zum Rückzugsort für Intellektuelle und Künstler in der DDR wurde, blieb sie die beständige Instanz hinter der Kamera. Ihr Ausspruch „Na fabelhaft!“ wurde zu ihrem Markenzeichen und zum Titel ihres Lebenswerks.
© I Insel Hiddensee 360 I Lars Arnold Photography