Insel

Hiddensee

Bilder

Movie

Strandaufspülung auf Hiddensee, an den Stränden von Kloster und Vitte

 

Gegen die Gewalt der Wellen: Wie Hiddensees Strände „wachsen“

 

Wer im Sommer am breiten Sandstrand zwischen Kloster und Vitte liegt, ahnt kaum, welcher technische Aufwand nötig ist, um dieses Paradies zu erhalten. Die Naturgewalten der Ostsee nagen unaufhörlich an der Küstenlinie.

 

Logistik der Superlative

 

Allein seit Ende 2015 wurden gigantische Mengen bewegt: Über 300.000 Kubikmeter Sand wurden vom Darßer Ort herantransportiert. Über eine lange Spülleitung, die an der markanten „Hucke“ beginnt, wurde das Gemisch aus Wasser und Sediment direkt an die Küste gepumpt.

 

Herausforderung Kampfmittelräumung

 

Die Besonderheit dieser Maßnahme war die Sicherheit. Um sicherzustellen, dass keine Altlasten aus vergangenen Zeiten an den Badestrand gelangen, wurde ein Munitionsauffangkäfig installiert. Die Tücke: Muscheln und grober Sand verstopften den Käfig regelmäßig, was zu spektakulären, geysirartigen Fontänen führte. Jede Ladung wurde einzeln mit Metalldetektoren kontrolliert, bevor die Planierraupen den Sand final glattziehen durften.

 

Ein Gewinn für Mensch und Natur

 

Dieser enorme Aufwand dient nicht nur der Optik. Er ist lebensnotwendiger Küstenschutz. Ein breiter Strand ist der beste Puffer gegen Sturmfluten. So bleibt Hiddensee auch für zukünftige Generationen ein sicheres Zuhause und ein unvergessliches Urlaubsziel.

 

Bund und Land investieren in diese Küstenschutzmaßnahme.

Länge des Aufspülabschnittes 3500m

Aufspülmenge 300.000m³

Strandbreite 60m

Baukosten 3.8 Mio. Euro

© I  Insel Hiddensee 360  I  Lars Arnold Photography